Prinz Pi - Die Pi Listening Tour in Berlin
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Es kommt selten vor, dass es einen gebürtigen „Stadtrandberliner“ in solche angesagten Szenebezirke wie Friedrichshain oder Prenzlauerberg verschlägt. Als echter Berliner bleibt man in seinem Kiez und hat in seinem ganzen Leben weniger von Berlin gesehen als Touristen an einem einzigen Sightseeing-Wochenende. Aber gut, das ist eine andere Geschichte… Wenn ich das Prinz Pi im Rahmen der „Pi Listening“ Tour live miterleben wollte, musste ich raus aus Südberlin und rein in den Prenzl’berg.
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Die Zeiten, in denen ich Deutsch-Rap Konzerte besuche, sind eigentlich schon eine Weile her. Vor gut 5 Jahren habe ich Prinz Pi das letzte Mal live gesehen, damals noch zusammen mit der Beatfabrik.
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Jetzt schreiben wir das Jahr 2008: Vor dem Konzert versammelten sich bereits einige Prinz Pi – Anhänger. Deutlich erkennbar am Alter (15-18 Jahre) und an zahlreichen Merchandise-Artikeln (wie viel verdienen die Künstler heutzutage eigentlich mit diesen überteuerten Billig-Shirts?). Der Club war um 21h bereits randvoll, DJ Craft (K.I.Z.) sorgte mit gemixter Mukke aus den 90igern für ein sehr gelunges Aufwärm-Programm. Vielleicht sollte er aber nächstes Mal das Programm eher an die anwesende Zielgruppe anpassen, denn nur eine kleiner Teil des Publikums dürfte die Dance-Kulthits a la „Mr. President“ gekannt und miterlebt haben.
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Auf der Bühne befand sich ein Gerüst mit einer Videoinstallation, von welcher bereits das Artwork zum kommendem Album „Neo Punk“ erstrahlte, mit dem Prinz Pi musikalisch eine neue Richtung einschlagen möchte. Von dieser neuen Richtung ließ einer der zuerst gespielten Tracks allerdings noch nichts erahnen: „Keine Liebe“, der Klassiker schlechthin. Überflüssig zu erwähnen, dass die „Crowd“ (HipHop-Jargon) absolute Textsicherheit hervorwies. Bekannte Tracks wie „Instinkt“ oder „Der Rand“ sorgten ebenso für gute, nein, sogar ausgezeichnete Stimmung. Zwischendurch wurden immer wieder neue Tracks vom „Neo Punk“ – Album gespielt, die ich mit gemischten Gefühlen wahrnahm: Einerseits animierten die elektro-lastigen von den Drums dominierenden Beats zum Abgehen, Tanzen, Pogen, Herumzappeln oder wie auch immer, andererseits geht dadurch auch die Seite von Prinz Pi zu sehr verloren, die ich am meisten an ihm mochte: Nachdenkliche, kritische Texte, Verschwörungstheorien, abgedrehte Stories auf soften Beats. Aber um das Album endgültig zu bewerten, sollte man auf dessen Release abwarten. Also keine voreiligen, zerstörerischen Kritiken! 1-2 Songs der ruhigeren Schiene hatte er ja schließlich auch im Programm….Nach gut 90 Minuten wurde dann der letzte Tracks performed: „Gib dem Affen Zucker“. Auf der Bühne tummelten sich mehrere wild gestikulierende Männer in grünfarbenen Affenkostümen und Prinz Pi gab noch mal sein Bestes. Ein guter Showdown, ein guter Tracks, der mich vom Stil her etwas an die neueren KIZ-Produktionen erinnert.
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Fazit für den Abend: Die 12 Euro an der Abendkasse waren gut investiert. Ob „Neo Punk“ meinen Geschmackt treffen wird, wird sich wohl erst nach dem ersten Snippet zeigen. Live ist Prinz Pi zumindestens ein Künstler, der sein Handwerk versteht – so gute Stimmung habe ich selten auf einem Deutsch-Rap-Konzert erlebt.
Einziger Kritikpunkt: Der Sound hätte wirklich besser sein können. Die Anlagen in dem Club schien nicht wirklich für Live-Veranstaltung ausgerichtet zu sein..
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August 26th, 2008 at 09:23
Hallo,
coole Seite und sehr guter Beitrag!
http://w3news.de
September 13th, 2008 at 16:18
[...] “Schädel ficken”. Der Track war mir schon von der Prinz Pi Listening Tour bekannt, das Video dazu ist wirklich [...]